Learning by doing

Soundcheck

Learning by doing

aus der Redaktion

 

Etwas Wichtiges nicht direkt vor den Augen zu haben, bedeutet nicht, dass es nicht existiert. Der Sound-Techniker zum Beispiel ist jemand, den man bei keiner Veranstaltung vergessen darf. Unser Techniker beim 4. ALL-Festival war Carlo Heimisch. Seine Aufgabe war es, die Musik am Laufen zu halten, die Soundchecks durchzuführen und dafür zu sorgen, dass zwischen den Auftritten der einzelnen Bands nicht zu viel Zeit liegt. Das Bemerkenswerte war, dass Carlo all das schaffte, von vier Uhr am Nachmittag bis vier Uhr am Morgen des darauffolgenden Sonntags – und immer mit einem Lächeln. Seine Kunst, den Stress in Spaß umzuwandeln, war für alle etwas sehr Besonderes, sowohl für die Bands, als auch alle anderen Beteiligten. Für eine Sache sorgte Carlo immer: Die Musik hörte nie auf.

„Kurz gesagt war der Tag für mich genauso herausfordernd wie bereichernd. Alle Künstler waren sehr unterschiedlich in Bezug auf ihren Musikstil, ihre Instrumente und die Menschen dahinter. Ich musste mir überlegen, wie man die Wechsel und Soundchecks so einfach und schnell wie möglich organisiert und das dann zügig umsetzen“, erzählt er von diesem Abend. Allgemein verfügt er über rund fünf Jahre Berufserfahrung in Tübingen und darüber hinaus, abgesehen von einigen privaten Veranstaltungen von Tübingern (zum Beispiel Pleroma). Diese Erfahrungen waren zugleich seine Ausbildung in dieser Branche. „Ich habe mir einfach alles angelesen und der Rest war ,learning by doing’, Youtube habe ich eigentlich gar nicht benutzt“, fügt er hinzu.

„Nichtsdestotrotz sind solche Konzerte für mich wichtig. Dort kann ich mit verschiedenen Mikrophon-Techniken experimentieren und eine große Bandbreite an verschiedenen Instrumenten abmischen. Denn der Gesamtsound muss sich an jeden Musikstil an einem Abend anpassen“, sagt er und lächelt.

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