Corona scheint kleine Kinder zu verschonen

Kinder infizieren sich wohl seltener mit dem Corona-Virus als ihre Eltern, und Kinder erkranken seltener an Covid-19. Das sind die ersten Ergebnisse einer Studie in Baden-Württemberg. Die Forscher von vier Universitäten untersuchten fast 2500 Kinder unter zehn Jahren und je eine Mutter oder einen Vater ohne Symptome auf das Virus und auf Antikörper. Wissenschaftler, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann stellten die Auswertung der Studie jetzt vor.

Das Ergebnis sorgt dafür, dass gesunde Kinder ab Montag, 29. Juni, wieder in Kindertagesstätten (Kitas) und Grundschulen gehen können. Bis zu den Sommerferien gibt es aber keine Schulpflicht. Eltern können die Schule formlos informieren, wenn sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken wollen – zum Beispiel, weil ein Elternteil zu einer Risikogruppe gehört. Es hängt unter anderem von der Personalsituation und den räumlichen Verhältnissen vor Ort ab, wie die Öffnung der Kitas oder der Grundschulen im Detail geregelt wird.

Auch die Universität Tübingen war an der Kinder-Studie im Auftrag des Landes Baden-Württemberg beteiligt. Zwischen dem 22. April und dem 15. Mai untersuchten die Wissenschaftler landesweit knapp 5000 TestteilnehmerInnen – auch aus dem Landkreis Tübingen. Sie fanden heraus, dass nur ein Elternteil und sein Kind infiziert waren. 64 Getestete hatten Antikörper gebildet: 45 Erwachsene und 19 Kinder. Bei den Ein- bis Fünfjährigen hatten nur sieben von 1122 Kindern, bei den Sechs- bis Zehnjährigen zwölf von 1358 Kindern Antikörper gegen das Virus. Warum das so ist, wissen die Forscher noch nicht.

Mehr Informationen gibt es auf www.baden-wuerttemberg.de

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Impressionen zum Leben in Zeiten der Corona-Pandemie: Foto: tünews INTERNATIONAL; Mostafa Elyasian, 17.03.2020

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