Der Pandemieplan der Bundesrepublik Deutschland

Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Robert-Koch-Institut (RKI) den Nationalen Pandemieplan der Bundesrepublik Deutschland ergänzt. Der Nationale Pandemieplan wurde in Deutschland erstmals 2005 veröffentlicht. Ursprünglich diente er der Abwehr von Grippe-Pandemien.

Er ist aber auf andere Arten von Infektionskrankheiten anwendbar. Jetzt enthält er die Schritte, die der Bund und die Länder gegen die Corona-Pandemie ergreifen. Die aufeinander folgenden und teilweise ineinander greifenden Phasen heißen Eindämmung (Containment), Schutz für vulnerable Gruppen (Protection) und Folgenminderung (Mitigation).

Derzeit empfiehlt das RKI noch Maßnahmen der ersten Phase, der Eindämmung. Noch geht es darum, infizierte Menschen zu erkennen und sie und ihr Umfeld zu isolieren. Sie dürfen nicht weitere Menschen mit dem Virus anstecken. Falls der Virus immer mehr Menschen infiziert und die Verbreitung auf Dauer nicht zu vermeiden ist, geht es um Schutz-Maßnahmen für bestimmte Personen.

In dieser Phase werden Personen und Gruppen geschützt, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Man spricht von „vulnerablen“ Gruppen. Falls sich die Infektion noch weiter ausbreitet, geht es darum, negative Auswirkungen auf die Gemeinschaft und das soziale Leben möglichst gering zu halten. Vor allem wird dann die Versorgung sichergestellt werden.

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Impressionen zum Leben in Zeiten der Corona-Pandemie: Foto: tünews INTERNATIONAL; Mostafa Elyasian, 19.3.2020

 

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