Ein syrischer Friseur in Tübingen von Sameer Ibrahim

 

Die beiden Syrer Karim und Amer haben einen Friseurladen in der Mühlstraße in Tübingen eröffnet. Karim erzählt: „Ich komme aus der Stadt Deir al-Zor, habe Handels- und Wirtschaftswissenschaften studiert, zehn Jahre im Friseurberuf gearbeitet und liebe meine Arbeit sehr. Es gibt viele Arbeits- und Studienmöglichkeiten in Deutschland. Ich bin glücklich, weil ich denselben Beruf ausüben kann, den ich auch in Syrien ausgeübt habe. Die Leute hier sind sehr nett und haben mir viel geholfen.“

Sein Geschäftspartner Amer fügt hinzu: „Auch ich war in Syrien Friseur und hatte mein eigenes Geschäft. Seit zwei Jahren lebe ich in Deutschland. Ich hatte die Idee, ein Friseurgeschäft zu eröffnen, hatte aber keinen deutschen Meisterbrief. Obwohl ich einen Meisterbrief aus Syrien habe, mussten wir jemanden finden, der einen deutschen Meisterbrief hatte und erst dann wurde es uns von den Behörden der Stadt genehmigt, einen Friseurladen zu eröffnen. Ich hoffe, dass diese Einschränkungen abgeschafft werden, besonders bei Flüchtlingen, sodass wir mit größerer Freiheit arbeiten können. Wir arbeiten von neun Uhr morgens bis sieben Uhr abends, außer sonntags, versteht sich. Der Kundenandrang im Geschäft ist gut, aber wir brauchen auch noch Werbung.“

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